Briefe vorlesen lassen – einfach und gratis

Jeden Tag kommt Post: Rechnungen, Briefe von der Gemeinde, vom Steueramt oder von der Bank. Oft ist die Schrift klein, der Text lang und die Sprache kompliziert. Wer schlecht sieht oder müde ist, legt solche Briefe gerne zur Seite.

Lesefee hilft Ihnen dabei. Sie halten den Brief vor die Kamera Ihres Handys. Lesefee liest ihn laut vor und erklärt in einfachen Worten, worum es geht. Das kostet nichts, und Sie brauchen kein Konto.

Für wen ist Lesefee gedacht?

Lesefee ist für alle gedacht, denen das Lesen von Briefen schwerfällt. Zum Beispiel für Menschen, die:

  • schlechte Augen haben und kleine Schrift kaum noch erkennen,
  • am Abend müde sind und lange Texte nicht mehr lesen mögen,
  • Briefe mit sehr kleiner oder blasser Schrift bekommen,
  • Deutsch nicht als Muttersprache haben und lieber zuhören oder eine englische Erklärung möchten.

Auch Angehörige nutzen Lesefee gerne, um einem Vater oder einer Mutter zu zeigen, wie man allein mit der Post zurechtkommt. Lesefee ist bewusst einfach gehalten: grosse Schrift, grosse Knöpfe und eine ruhige Stimme.

So funktioniert es in drei Schritten

1. Foto machen

Öffnen Sie lesefee.ch auf Ihrem Handy und tippen Sie auf «Brief scannen». Legen Sie den Brief auf einen Tisch mit gutem Licht und halten Sie das Handy ruhig darüber. Sie können auch ein Foto aus Ihrer Galerie wählen. Hat der Brief mehrere Seiten, fügen Sie einfach eine weitere Seite hinzu.

2. Zuhören

Lesefee erkennt den Text und liest ihn Satz für Satz laut vor. Der aktuelle Satz wird gross auf dem Bildschirm gezeigt. Sie können pausieren, einen Satz wiederholen oder langsamer vorlesen lassen. Wenn Sie möchten, gibt es zuerst eine kurze Erklärung statt des ganzen Briefs.

3. Nachfragen

Haben Sie etwas nicht verstanden? Stellen Sie eine Frage, gesprochen oder getippt. Zum Beispiel: «Was muss ich tun?» oder «Bis wann muss ich zahlen?». Lesefee antwortet nur mit dem, was im Brief steht, und sagt ehrlich, wenn eine Angabe fehlt.

Was Lesefee Ihnen erklärt

Nach dem Vorlesen fasst Lesefee die wichtigsten Punkte zusammen:

  • Absender: Wer hat den Brief geschickt?
  • Inhalt: Worum geht es, in einem oder zwei einfachen Sätzen?
  • Nächster Schritt: Was ist zu tun, zum Beispiel zahlen, anrufen oder nichts?
  • Frist: Bis wann muss etwas erledigt sein, und welcher Betrag wird genannt?

Wenn ein Termin im Brief steht, können Sie ihn nach Ihrer Prüfung als Kalenderdatei laden. Eine Frist können Sie sich auf Ihrem Gerät merken lassen – aber nur, wenn Sie das selbst wählen.

Was passiert mit Ihrem Brief?

Damit Lesefee den Brief lesen und erklären kann, wird das Foto an einen KI-Dienst übermittelt. Bevor das zum ersten Mal geschieht, fragt Lesefee Sie um Erlaubnis. Der Brief wird nur dafür verwendet, ihn zu lesen und zu erklären.

Lesefee speichert Ihren Brief nicht in einem Konto oder einer Datenbank. Text und Foto bleiben nur so lange in der geöffneten Seite, wie Sie sie brauchen. Mit «Brief löschen» oder beim Schliessen der Seite sind sie aus Lesefee verschwunden. Nur wenn Sie ausdrücklich «Frist merken» wählen, bleiben Datum, Betrag und eine kurze Bezeichnung auf Ihrem Gerät.

Wo Lesefee an Grenzen stösst

Lesefee ist ein Hilfsmittel, kein Ersatz für Ihre eigene Prüfung. Handschrift ist oft schwer zu erkennen, besonders wenn sie verbunden oder sehr klein ist. Auch zerknitterte Briefe, Schatten oder schlechtes Licht können zu Fehlern führen. Lesefee sagt Ihnen, wenn das Bild zu dunkel oder unscharf ist.

Bei wichtigen Beträgen, Kontonummern und Fristen gilt: Schauen Sie lieber noch einmal genau nach oder fragen Sie eine Vertrauensperson. Lesefee gibt keine rechtliche oder finanzielle Beratung. Wenn Sie unsicher sind, rufen Sie den Absender über die Telefonnummer auf seiner offiziellen Website an.

Gut zu wissen

Lesefee funktioniert direkt im Browser, zum Beispiel in Safari auf dem iPhone oder in Chrome auf einem Android-Handy. Sie können die Seite als Symbol auf den Startbildschirm legen, dann öffnet sie sich wie eine App. Die Schrift lässt sich in drei Stufen vergrössern, und es gibt eine dunkle Ansicht und eine Ansicht mit hohem Kontrast.

Zum Ausprobieren gibt es einen erfundenen Beispielbrief. So können Sie alles in Ruhe testen, ohne einen echten Brief zu zeigen.

Häufige Fragen

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